Rotorua – die Stadt mit der besonderen Duftnote

von Nordinsel

Ein malerisches Städtchen, das an einem malerischen See liegt, umgeben von malerischen Hügeln… was so malerisch ist, muss einfach sehenswert sein. Wenn, ja wenn da nicht dieser Geruch nach faulen Eiern an vielen Ecken wäre. Ein Geruch, der teilweise beißend in der Nase hängt und von dort auch nicht wieder verschwinden möchte. Ihr könnt es auch denken, ich spreche von Rotorua, der Stadt die Teil des North Island Volcanic Plateau ist, in der geothermale und vulkanische Aktivitäten an der Tagesordnung sind.

Die Lage von Rotorua

Der Ort liegt tatsächlich sehr malerisch am südlichen Ende des Lake Rotorua. Die nächst größere Stadt Taupo mit dem gleichnamigen See befindet sich ca. 62 km südwestlich. Matamata mit dem Hobbiton Movie Set ist in ca. 70 km zu erreichen. Der höchste Wasserfall auf der Nordinsel, die Weirere Falls, sind nur 76 km entfernt, die goldgelben Strände der Bay of Plenty befinden sich bei Tauranga. Diese Großstadt ist in 71 km zu erreichen. Ihr seht, Rotorua ist ein guter Ausgangsort um eine Menge zu erleben und zu sehen. Vor den Straßen der Stadt liegen zudem die großen vulkanischen/thermalen Parks.

Rotorua City

Ca 55.000 Einwohner zählt die Stadt, die Sitz des Rotorua Lakes Council und  zudem ein beliebter Kurort ist. Mit dieser Einwohnerzahl gehört Rotorua zu den größeren Ansammlungen auf der Nordinsel. Beinahe 40% der Bevölkerung zählen sich zu den Maori. Nach Gisborne ist Rotorua damit die Stadt mit dem zweithöchsten Anteil an Maori innerhalb der Bevölkerung. Übrigens, der Name der Stadt setzt sich aus den beiden maorischen Worten „rotu“ für See und „rua“ für zwei zusammen. Der gleichnamige See wurde als zweiter See nach Lake Rotoiti entdeckt. Direkt am See befinden sich einige Parkplätze – größere Camper Vans finden weiter östlich am See einige Haltebuchten. Rotorua steht als Highlight auf fast allen Tourenplänen, daher ist die Stadt in der Regel voll von Menschen. Um einen Parkplatz zu finden lohnt sich damit eine Ankunft, die sehr früh am Morgen oder erst am späten Nachmittag erfolgt. Also immer dann, wenn die Reisebusse wieder zum nächsten Stopp unterwegs sind.

Highlights in der City

  • The Puia Für die meisten Rotorua-Besucher ist Te Puia das Ziel des Tagesausflugs. Neben einem geothermalen Park, einem kulturellen Zentrum und einem Kiwi-Haus gibt es dort auch handgefertigte Maroi-Kunst zu kaufen. Das Highlight ist natürlich der Pohutu Geysir, der bis zu 30 Meter hoch sein Wasser in die Luft schleudert.
  • Rotorua Stadtwanderung Wer weniger Folklore und etwas Geld sparen möchte, kann einen wunderbaren Spaziergang (Green Corridor) durch Rotorua machen. Während des Spaziergangs trifft man auf den kostenfreien geothermalen Kuirau Park mitten in Rotorua und etwas weiter auf den Rotorua Lake, der ebenfalls einige geothermale Überraschungen bereithält. Auf dem Weg dorthin wandert man durch die Stadt und kann dabei noch ein wenig bummeln. Zum Schluss läuft der Weg an der schönen Lakefront vorbei.
  • Redwoods Direkt an der Stadtgrenze, in Richtung der Blue Lakes liegt der Whakarewarewa Redwood Forest. Einige kostenfreie Wanderwege (farblich markiert) führen durch den wunderschönen Wald aus kalifornischen Redwood-Bäumen. Wer einen Baumwipfelpfad erklimmen möchte, kann dies ebenfalls, gegen Gebühr tun.
  • Polynesian Spa Wer einfach mal nichts machen möchte außer sich vielleicht verwöhnen lassen, der kann einige Stunden im schönen Polynesian Spa verbringen, mit direkter Aussicht auf den Lake Rotorua
  • und noch viel mehr… Natürlich bietet Rotorua noch viel mehr. Inzwischen gibt es auch ein kleines Queenstown auf der Westseite von Rotorua mit Zorbing, Zip-Lining, Mini Golf, Gondola, Maori Village, Kiwi-Brutstation, Skyswing, etc.

Highlights um Rotorua

  • Okere Falls Track mit Rotorua Rafting Der kurze aber sehr schöne Track (1 Stunde hin- und zurück) führt direkt am Kaituna River entlang. Zwischendurch könnt ihr Rufe und überraschte Schreie wahrnehmen. Das sind dann die Mutigen, die den schnellfließenden Fluss als Raftingtour bezwingen. Pure Action für die Leute im Boot, tolle Ausblicke und Bildmotive für Wanderer.

  • Hamurana Springs Ein kleiner aber feiner Wanderweg entlang von glasklarem Wasser. Der 30-45 min. Walk ist einfach zu gehen, führt an Redwoods, Farnen und viel Grün entlang. Am hinteren Ende des kleinen Parks steht man vor der Quelle des Wassers und kann das frische Wasser sprudeln sehen. Ein lohnenswerter Ausflug, der inzwischen aber leider $ 18 kostet.
  • Kerosene Creek Etwa 35 km von Rotorua entfernt liegt das natürliche Kleinod mitten im neuseeländischen Busch. Bis heute (2020) ist das Baden in den natürlichen und von einheimischen angelegten Pools kostenfrei. Doch Achtung: Geparkte Autos und Campervans werden wohl gerne von fremden Leuten besucht und ausgeraubt.
  • Waimangu Volcanic Valley Dieser Park ist nicht so bekannt wie der Waimangu Park, zum Wandern ist er jedoch wunderbar. Die thermalen Wunder liegen nicht so dicht beieinander, so dass ein Schlendern durch das neuseeländische Grün zum nächsten Naturwunder ganz angenehm ist. [→ Diesen Park haben wir bereits einmal näher beschrieben.
  • Waiotapu Thermal Wonderland Der bekannteste unter den thermalen Wunderparks und das vielleicht auch nicht zu unrecht. Auf einer großen Fläche befinden sich viele unterschiedliche farb- und geruchs-Highlights. Wer so etwas vorher noch nicht gesehen hat, sollte diesen Park in jedem Fall besuchen. Wir haben ihn bereits in [→ diesem Beitrag näher beschrieben.
  • Waitangi Soda Springs 44 Grad warmes oder sollte ich besser sagen heißes Wasser – wer das möchte bekommt dies für läppische $ 10 pro Person. Diese Soda Springs gehören zum Waitangi No. 3 Trust und sind Teil der Geschichte der lokalen Maori Stämme. Ob mit oder ohne Geschichte, die geothermalen Quellen lassen einen schnell relaxen.

Übernachten um Rotorua

Ich gebe es ja gerne zu, der Gestank der geothermalen Aktivitäten ging mir schon nach kurzer Zeit ziemlich auf die Nerven, bzw. verätzte meinen Geruchssinn. Daher kam eine Übernachtung mitten in Rotorua nicht in Frage. Ein wenig außerhalb gibt es jedoch den Blue Lake – abgelegen, wunderschön, zum Schwimmen geeignet und mit direkter Anbindung an den [→ TOP 10 Holiday Park. Von hier aus könnt ihr den Nachmittag oder Abend wunderbar ausklingen lassen.

Fazit

Bei unserer ersten Reise konnte ich nicht schnell genug aus Rotorua verschwinden. Es war laut, voller Menschen und extrem touristisch. Diesmal sind wir samstagsabends angekommen und montagsmorgens wieder gefahren. Eine optimale Zeit um den Menschenmassen zu entkommen. So präsentierte sich Rotorua als schönes und geselliges Örtchen. Fast alle tollen Erlebnisse können kostenfrei erwandert werden, die Auswahl von Aktivitäten ist in und um Rotorua groß. Ein Besuch lohnt sich damit in jedem Fall.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wie zufrieden bist du mit diesem Beitrag? Fünf Sterne = Top, ein Stern = Flop. Für einen Kommentar scrolle einfach nach unten. Danke für deine Reaktion!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen: 5,00 von 5)
Loading...
Wenn dir der Beitrag gefällt, teile ihn mit deiner Welt:

Hier gibt’s weiteren Lesestoff:

Lake Coleridge – Lake wer bitte schön?

Auf der Suche nach weiteren Reisezielen fuhr ich auf der Karte über die State Highways und folgte der SH 79 bis Geraldine. Danach bog ich von der SH72 auf die SH77 ab. Was war denn das? Da liegt ein Lage – Lake Coleridge. Lake wer bitte schön?

Neuseeland-Feeling – her mit dem Wein!

Einen lauen Sommerabend ohne einen vollmundigen Weißwein, ist möglich, aber nicht erstrebenswert. Wir stellen euch drei wunderbare Weine für den Sommer vor.

Geheimtipp: Restaurant The Brigand in Takaka

Das kleine Örtchen Takaka, an der Golden Bay bietet quirliges Leben, kleine Geschäfte und gute Lokale. Eines können wir besonders empfehlen, das Restaurant: The Brigand.

Mount Cook – König der Southern Alps

Ein Berg, der in der Sprache der Maoris Wolkendurchstoßer (Aorangi) heißt, der muss schon etwas besonderes sein. Die Rede ist von Aoraki/Mount Cook dem höchsten Berg Neuseelands. Erfahrt in diesem Beitrag, warum sich ein Besuch von Mt. Cook in jedem Fall lohnt.

45 Tage Neuseeland – So viele Ziele, so wenig Zeit

45 Tage Neuseeland erleben. Ein Traum wird wahr! Meine Reisevorbereitung in Kurzform mit Zielen, Orte und geplanten Wanderungen.

Sonnenuntergang in Neuseeland

Selbst der Sonnenuntergang in Neuseeland ist spektakulär. Eine Auswahl an Impressionen findet ihr hier.

Rundreise: In 37 Tagen um die neuseeländische Nord- und Südinsel

Eure Anfrage lautete: Was können wir alles in 37 Tagen auf der Nord- und der Südinsel sehen. Wir haben geantwortet und euch einen Plan zusammengestellt.

Pounamu, das grüne Gold Hokitikas

Der Westen der Südinsel ist durch die rauhe Tasman See, den stetigen Wind und die hohe Gebirgskette „Southern Alps“ gekennzeichnet. Der bekannteste Ort auf dem 600 km Abschnitt ist Hokitika. Ein Ort, der im Grunde sehr wenig zu bieten hat. Dennoch steuern Tag tagtäglich unzählige Reisebusse dieses kleine Städtchen an.

Rundreise Neuseeland

Zu Beginn der Überlegung stellt sich jeder die Frage – möchten wir die Nord- oder die Südinsel besuchen? Oder sogar beide. Wir helfen euch bei der Entscheidungsfindung.

Pancake Rocks – ein Blick in die Erdgeschichte Neuseelands

Die Pancake Rocks an der Westküste Neuseelands sind ein wahrer Touristenmagnet. Das Naturhighlight ist auch wirklich ein Abstecher wert.

5 Sightseeing-Tipps für Auckland

Mit über 1,4 Millionen Einwohnern ist Auckland die bevölkerungsreichste Stadt Neuseelands und pulsierende Metropole. Es gibt viel zu sehen und wir zeigen euch eine kleine Auswahl an Sehenswürdigkeiten.

Tourenvorschlag: Von Russell nach Cape Reinga

Dieser Tourenvorschlag von Russell nach Cape Reinga führt an der Ostküste der Nordinsel Neuseelands vorbei an karibischen Sandstränden und malerischen Orten.

Unterwegs mit der Eisenbahn – Neuseeland auf Schienen

Neuseeland mit dem Zug erkunden ist eine Alternative zum Wagen und Camper. Mehrere Zugverbindungen stehen euch dafür zur Verfügung. Und alle bieten wunderschöne Aussichten.

Work & Travel: Leben unter Kiwis

Max ist frische 20 Jahre jung und hat sich im September 2014 alleine auf den weiten Weg nach Neuseeland gemacht. Auf der Nordinsel startete er seine Abenteuer-Zeit und ist nun in Nelson auf der Südinsel angekommen. Das ist seine Geschichte.

Tongariro Alpine Crossing – Tanz auf dem Vulkan

Es ist heiß, der Weg ist steinig und die Sonne brennt. Willkommen zum Tongariro Alpine Crossing – dem bekanntesten 1-Tages Marsch Neuseelands.

Russell – im Herzen der Bay of Island

Das putzige Städtchen Russell liegt im Herzen der Bay of Island, Ein perfekter Ausgangspunkt für die eigene Neuseelandreise.

Rotorua – die Stadt mit der besonderen Duftnote

Rotorua liegt fast in der Mitte der Nordinsel und bietet Touristen wie Abenteurer viel Abwechslung. Doch Achtung: Mutter Erde ist hier aktiv.

ANZAC Day – Nationalfeiertag am 25. April

Der ANZAC Day am 25. April ist ein wichtiger Nationalfeiertag in Neuseeland. An diesem Tag gedenken sie ihren gefallenden Soldaten in den beiden Weltkriegen

Bridal Veil Falls – Zerstäubende Schönheit im Nirgendwo

Wie so häufig ist auch dieses Naturschauspiel ein Überbleibsel eines Vulkanausbruchs. Die Folgen können wir heute noch bestaunen: Die Brautschleierwasserfälle in der Nähe von Raglan.

Geheimtipp: Wandern in der Kaitake Range

Die Kaitake Range liegt ganz in der Nähe vom Mount Taranaki. Dort gibt es einen schönen Wanderweg mit sehr wenig Tourismus. Ein Kleinod im Egmont National Park.

Volcanic Country: Es zischt, es dampft, es stinkt

Die Erdkruste ist weltweit im Durchschnitt 30-60 km dick. Im Vulcanic Valley ist die Kruste ganze 3-4 km dick. Dies ist dünn genug um die Landschaft über der Erde nachhaltig zu gestalten – Volcanic halt.

Neuseeland erleben: Was kostet der Spaß?

Neuseeland ist für viele Menschen ein Traumziel, was die aktuelle Statistik von Tourism New Zealand bestätigt.
Doch was kostet so eine Traumreise? Wir zeigen auf, mit welchen Kosten und in welcher Höhe ihr rechnen könnt.

45 Tage Neuseeland: Prioritäten für die Camper-Auswahl

So langsam müssen wir uns um den Camper Gedanken machen. In einem weiteren Beitrag haben wir schon über die Ausstattungsmerkmale geschrieben, darum haben wir uns diesmal „nur“ über die Prioritäten geeinigt.

Im Interview: Götz Nitsche – Autor von Bonusland

Der Autor Götz Nitsche hat eine Ingenieurs-Karriere vor Augen und lebt ein geregeltes Leben. Damit könnte diese Story enden – doch auf diesen vorbestimmten Weg hat Götz keine Lust und biegt einfach ab.

Mit der R. Tucker Thompson die Bay of Islands erkunden

Die Schönheit der Bay of Islands erlebt man am besten ganz klassisch auf dem Wasser. Mit dem Zweimaster R. Tucker Thompson wird die Schifffahrt zu einem Highlight.

Pancake Rocks – ein Blick in die Erdgeschichte Neuseelands

Die Pancake Rocks an der Westküste Neuseelands sind ein wahrer Touristenmagnet. Das Naturhighlight ist auch wirklich ein Abstecher wert.

Qual der Wahl: Der richtiger Camper

Im letzten Beitrag hatte ich die Prioritäten festgelegt, wie ein Camper ausgerüstet sein sollte. In den letzten Wochen habe ich mich durch die teilweise sehr guten, aber auch sehr schlechten Angebote von Camper-Verleihfirmen geklickt, gelesen und gestöbert. Die Erkenntnisse sind teilweise erschreckend, besonders die Mietbedingungen bezüglich der „erlaubten“ Straßen.

Ab ins Flugzeug und auf nach Neuseeland

Mehr und mehr Touristen strömen nach Neuseeland. War das Land am anderen Ende der Erdkugel noch vor wenigen Jahren ein absoluter Geheimtipp, so kann man heute schon fast von einem Standard-Reiseziel sprechen. Doch wie erreicht man dieses ferne Paradies?

Rundreise Neuseeland

Zu Beginn der Überlegung stellt sich jeder die Frage – möchten wir die Nord- oder die Südinsel besuchen? Oder sogar beide. Wir helfen euch bei der Entscheidungsfindung.

Air New Zealand – best airline ever

In diesem Beitrag erzählen wir euch, wieso für uns Air New Zealand die beste Airline ever ist!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen: 5,00 von 5)
Loading...