Te Paki – Sanddünen mitten im Grünen

Auf dem Weg zum Cape Reinga begegnet man dem Schild „Te Paki Great Sand Dunes“. Biegt man dort ab und folgt dem Hinweis, so fährt man durch eine wunderschöne grüne Landschaft mit Bäumen, Wiesen, Kühen und Schafen – und es stellt sich einem die Frage, wo sollen denn bitte hier Dünen sein? Doch ganz plötzlich steht man ganz vor einer Sandlandschaft. Das Grün hört abrupt auf, das Flüsschen „Te Paki“ markiert die Grenze zwischen „grüne Hölle“ und „gelbe Hölle“. Die Sandlandschaft von Te Paki ist riesig – scheinbar um die 7 m² groß.

Der Parkplatz ist recht klein, somit sollte man früh morgens oder am späten Nachmittag dort einen Halt einlegen.  Da die Dünen frei zugänglich sind, könnt ihr euch auf dem großen Sandspielplatz frei entfalten. Nur solltet ihr Vorsicht walten lassen, wenn ihr am Fluss entlangwandert. Dieser dient den Touristenbussen der 90 Miles Beach als Fahrspur. Sie fahren von der Küste über das Flüsschen an den Dünen vorbei auf die Straße Richtung Cape Reinga. Je nach Tidenhub auch anders herum. Vor allem fahren sie sehr schnell und nehmen wenig Rücksicht auf staunende Touristen am Wegesrand.

Te Paki Sanddünen – was kann man machen?

Klein ist der Mensch auf den riesigen Sanddünen

Der Sand ist goldgelb und lädt ein um bestiegen, erklommen, erlaufen oder er-röchelt zu werden. Nimmt man sich vor die höchste Düne zu erklimmen – und bis zum Ziel ist es doch etwas zu laufen – so solltet ihr eine gute Kondition haben, gutes Schuhwerk tragen und vielleicht doch etwas Wasser mitnehmen. Bei Sonnenschein ist der Sand ziemlich heiß, der Sonnenbrand ist schnell gewonnen und der Durst kommt rasch.
Beim Aufstieg heißt es zwei vor, eins zurück. Der lose Sand sorgt so für einen längeren Aufstieg. Eine tolle Aussicht ist jedoch der verdiente Lohn. Vor oben könnt ihr bis zum Meer schauen, die Wüstenlandschaft bestaunen und auf der anderen Seite das saftige Grün sehen.
Die höchsten Dünen scheinen um die 30-50 Meter hoch zu sein. Verlässliche Zahlen habe ich nicht gefunden. Hoch sind sie allemal und ein Aufstieg lohnt sich.

Alternativ könnt ihr euch am Parkplatz für ein paar (viele) NZ Dollar ein Board mieten um damit die recht steilen Sandhänge johlend hinunterzufahren, das macht Spaß! Hochlaufen und runtersausen. Auch hier gilt: Die hohen Dünen Richtung Küste machen noch mehr Spaß als die kleineren vorne am Parkplatz (und der Andrang ist wesentlich kleiner).
Unser Tipp: Füße hoch und alle freien Stellen auf das Board. Ansonsten reibt der Sand sehr unangenehm an der freien Haut. Ach ja, und das mit dem Johlen würde ich mir auch überlegen, Sand im Mund ist recht unangenehm 🙂

Für alle Fotografen ist Vorsicht geboten. Der Sand nistet sich trotz größter Vorsicht in eure Kamera ein. Sehr ärgerlich ist es, wenn die Sandkörner im Mechanismus des Objektives sitzen. Ich spreche aus leidvoller Erfahrung.

Entstehung der Dünen

Bei dem festen Sand handelt es sich um die damaligen Felsen/Steine aus der Inselmittel. Durch die vielen vulkanischen Aktivitäten und Eruptionen wurden diese abgetragen und mit der Zeit über die Meeresströmung, dem Waikato River und vom Wind nordwärts an seine jetzige Stelle transportiert. Mit der Zeit eroberte die Natur die Sanddünen und begrünte die Wüstenlandschaft. Nur an der Ninety Mile Beach und an den Te Paki Dünen kann man den ursprünglichen Zustand erleben.

Te Paki – die Sanddünen im Grünen – Foto-Galerie

Die Sanddünen von Te Paki im Norden von Neuseeland sind extrem beeindruckend. Nach einem ehrfürchtigen „Wau“ folgt direkt das kindische „Cool“. Bevor man sich versieht, läuft man schon auf den großen Sanddünen umher und jagt mit einem Sandboard die Dünen herab. Wer es lieber ruhig angehen lassen möchte, wandert einfach auf dem 7 km² großen Gebiet umher.

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