Cape Reinga – der nördlichste Punkt Neuseelands

von Neuigkeiten, Nordinsel

Ganz hoch im Norden, wo die Tasmansee und der Pazifik zusammentreffen, steht verlassen und einsam der Cape Reinga Leuchtturm. Seine stetigen Begleiter sind der nicht enden wollende Wind und die donnernden Wellen, die auf die Klippen treffen. Seine ständigen Begleiter sind jedoch die Touristenströme, die sich ab Mittags den Weg vom Parkplatz zum Leuchtturm bahnen.

Cape Reinga

Cape Reinga

Dabei ist der Leuchtturm auf Cape Reinga nur einer von 23 aktiven [→ Leuchttürmen Neuseelands, einer der kleinsten (Feuerträgerhöhe 10 Meter) und auch noch der jüngste auf der Nordinsel (Fertigstellung 1941). Und dennoch gehört Cape Reinga mit seinem Leuchtturm zum Highlight einer (fast) jeden Neuseelandreise. Und das zu recht!

Von der Spitze aus hat man freie Sicht auf beide Meere, die vor dem Cape aufeinander treffen. Durch die leicht unterschiedlichen Gezeiten gibt es im Wasser Verwirbelungen und damit ist das Meer immer unruhig und kräftig in Bewegung. Anhand der unterschiedlichen Farben kann man genau erkennen, welches Wasser aus der Tasmansee (helles Wasser aus Westen) und welches aus dem Pazifik (dunkles Wasser aus Osten) kommt.

Für die Maoris ist Cape Reinga ein ganz besonderer spiritueller Ort. Das Wort „Reinga“ bedeutet so viel wie „Absprungplatz“ oder „Überfahrt“. Die Verstorbenen treten hier ihre letzte Reise zum Heimatland (Hawaiiki) ihrer Vorfahren an.
Nimmt man die Geografie ganz korrekt, so ist Cape Reinga nicht der nördlichste Punkt  Neuseelands: 30 km östlicher und 3 km nördlicher liegen die [→ Surville Cliffs – der wahre nördlichste Punkte der Nordinsel. Diese liegen jedoch so weit ab vom Weg, dass es für die Touristenindustrie sicherlich besser war Cape Reinga als nördlichen Punkt zu deklarieren, vor allem wegen der Highlights auf dem Weg dahin.

Der Weg zu Cape Reinga

Ausblicke von Cape Reinga

Ausblicke von Cape Reinga

Nichts leichter als das. Seid ihr auf der SH1 dann heißt es ab Awanui nur noch 103 km der Straße folgen. Kommt ihr von der SH10 so dürft ihr einmal rechts auf die SH1 abbiegen. Die Kreuzung ist in etwa so groß wie eine Dorfkreuzung in Deutschland. Die Straße endet auch praktischerweise direkt als großer Parkplatz. Und für alle Sextanerblasen, seitlich am Parkplatz liegt eine sehr hygienische und moderne Toiletten-Anlage.

Früher – wahrscheinlich vor 2009/2010 mussten die letzten Kilometer auf einer Schotterpiste zurückgelegt werden. Dies ist heute nicht mehr der Fall. Die Straße ist bis zum großen Parkplatz perfekt ausgebaut und somit perfekt Touristen tauglich.

Am Wegesrand gibt es einige offizielle „Look out“ Punkte, die ihr in jedem Fall nutzen solltet. Aber auch so könnt ihr getrost an der Straße für einige Minuten parken um Landschaft und Aussicht zu genießen und festzuhalten. Passt jedoch auf wenn die Rush-Hour der Busse beginn – diese jagen mit ihren Touristen von der Bay of Island Richtung Cape Reinga.

Sehenswürdigkeiten am Straßenrand

Einige Highlights auf dem Weg zu Cape Reinga befinden sich abseits der SH1. Die Abzweigungen werden frühzeitig angezeigt. Die erste Abfahrt (Rotokawau Road) führt euch direkt zur Ninety Mile Beach. Je nach Tidenhub fahren von hier aus die Busse und 4WD’s zum Leuchtturm oder kommen von dort zurück. Der Strand ist breit, der Sand ist fest und somit für spezielle Fahrzeuge geeignet. Nicht geeignet und strengstens verboten ist die Fahrt mit dem Camper oder dem Mietwagen über die Beach. Wir haben ein im Sand feststeckendes Fahrzeug gesehen…

Die Zivilisationsspuren sind dem Strand leider anzusehen: ölige Pfützen, und schimmernde Benzinlachen. In meinen Augen total untypisch für Neuseeland, da das Land sonst ein extrem hohes ökologisches Gewissen hat.

Te Paki Dünen in der Nähe von Cape Reinga

Te Paki Dünen in der Nähe von Cape Reinga

Der nächste Abzweig geht zu den Te Paki Dunes (Te Paki Stream Road) – riesige Sanddünen mitten in der grünen Landschaft. Sozusagen eine Oase aus Sand und Sand. Dort könnt ihr wunderbar sandboarden. Hier geht es zum [→ passenden Beitrag.

Unser Tipp: Um den Touristenströmen zu entgehen fahrt ihr Cape Reinga am besten zum späten Nachmittag an. Bei gutem Wetter habt ihr dann sogar noch die Chance auf einen schönen Sonnenuntergang. Übernachten könnt ihr mit dem Camper oder dem Zelt auf dem [→ DOC Campingplatz Tapotupotu. Dieser liegt in einer Bucht nicht weit vom Cape entfernt (Achtung Gravel Road am besten nicht bei Dunkelheit anfahren).
Den nächsten Vormittag könnt ihr nutzen um Cape Reinga bei Tageslicht zu sehen. Oder ihr fahrt direkt durch zu den Te Paki Dunes. Auch dort herrscht am Vormittag noch gähnende Leere und Ruhe. Zu dieser Zeit habt ihr die Monsterdüne(n) – wer weiß schon wo die eine aufhört und die andere beginnt – für euch alleine.

Foto-Galerie zu Te Kapi

Wenn dir der Beitrag gefällt, teile ihn mit deiner Welt:

Hier gibt’s weiteren Lesestoff:

Neuseeland (wirklich) erleben – Interview mit Anja Schönborn

Der Name Anja Schönborn ist sicher vielen von euch bekannt. Wenn ihr ihn auf Anhieb nicht zuordnen könnt, hier einige Hinweise: Sie ist Redakteurin bei 360° Grad Neuseeland, Autorin eines Reiseführers über Wellington und Neuseeland, TV-Dokumentarin und und und.

Die schönsten Rundungen Neuseelands – Moeraki Boulders

Steine, Steine, nichts als Steine. Auf dem Strandabschnitt bei Hampden – 50 km vor Dunedin – muss vor Urzeiten ein Boule-Platz gewesen sein. Die runden Steinkugeln liegen verstreut im Sand herum. Einzeln oder in Gruppen – ganz intakt oder schon von der Zeit gezeichnet. Dies müssen die bekannten Moeraki Boulders sein.

Mount Cook – König der Southern Alps

Ein Berg, der in der Sprache der Maoris Wolkendurchstoßer (Aorangi) heißt, der muss schon etwas besonderes sein. Die Rede ist von Aoraki/Mount Cook dem höchsten Berg Neuseelands. Erfahrt in diesem Beitrag, warum sich ein Besuch von Mt. Cook in jedem Fall lohnt.

ANZAC Day – Nationalfeiertag am 25. April

Der ANZAC Day am 25. April ist ein wichtiger Nationalfeiertag in Neuseeland. An diesem Tag gedenken sie ihren gefallenden Soldaten in den beiden Weltkriegen

Rundreise: In 37 Tagen um die neuseeländische Nord- und Südinsel

Eure Anfrage lautete: Was können wir alles in 37 Tagen auf der Nord- und der Südinsel sehen. Wir haben geantwortet und euch einen Plan zusammengestellt.

The city that never sleeps – Queenstown

Queenstown ist in Neuseeland das Epizentrum für Abenteurer, Adrenalin-Junckies, Party-Hopper, Spaßliebhaber und Sportbegeisterte – also das Tor zu (fast) unbegrenzten Möglichkeiten, zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Die Übergangskirche – Hoffnung für Christchurch

Für die Zeit der Restauration oder des Neubaus einer Kathedrale wurde in der Nähe der alten Kathedrale ein neues spirituelles Zentrum gebaut – teilweise aus Pappe.

Das Wetter für deinen Neuseeland-Urlaub

Das Wetter in Neuseeland kann wie in Deutschland sehr launig sein. Womit ihr rechnen dürft sagen wir euch in diesem Beitrag

Rundreise: In 18 Tagen um die neuseeländische Nord- und Südinsel

Ja ihr habt richtig gelesen, in 18 Tagen um die Nord- und Südinsel. Es war nicht einfach, dennoch haben wir eine Strecke für 3 Wochen für euch erarbeitet.

i-Sites – Übersicht und Karte der Südinsel

Hier findet ihr eine Übersicht über die i-Sites auf der Südinsel Neuseelands.

White Island – ein Vulkan zum Anfassen

Knapp 50 km vor der neuseeländischen Küste erhebt sich der Vulkan majestätisch aus dem Meer: White Island – die einzige Vulkaninsel von Neuseeland

Das Wetter für deinen Neuseeland-Urlaub

Das Wetter in Neuseeland kann wie in Deutschland sehr launig sein. Womit ihr rechnen dürft sagen wir euch in diesem Beitrag

Ein heißer Ritt auf der Erdgeschichte – oder so ähnlich

In der Nähe von Lake Taupo gibt es so einiges zu erleben und bestaunen. Da wäre das Volcanic Activity Center oder die Rapids Jets – die Stromschnellen-Monster.

Rundreise Neuseeland: Einmal hin, alles drin

Ihr möchtet die Nord- und die Südinsel Neuseelands in einer Reise sehen? Nutzt unseren Routenvorschlag und lasst euch inspirieren.

Russell – im Herzen der Bay of Island

Das putzige Städtchen Russell liegt im Herzen der Bay of Island, Ein perfekter Ausgangspunkt für die eigene Neuseelandreise.

5 Seen die ihr auf Neuseeland gesehen haben müsst!

Neuseeland hat unglaublich viele Seen mit unglaublich vielen Farben. Von dunkelbau bis smaragdgrün. Die schönsten Seen haben wir euch hier einmal aufgelistet!

Tarawera Falls – ein Wasserfall, der aus dem Nichts entspringt

Mitten im grünen Urwald der Bay of Plenty liegt etwas versteckt ein Wasserfall, der scheinbar aus dem Nichts entspringt. Ein magischer Ort, der zum Verweilen einlädt.

Bridal Veil Falls – Zerstäubende Schönheit im Nirgendwo

Wie so häufig ist auch dieses Naturschauspiel ein Überbleibsel eines Vulkanausbruchs. Die Folgen können wir heute noch bestaunen: Die Brautschleierwasserfälle in der Nähe von Raglan.

Tourenvorschlag: Von Russell nach Cape Reinga

Dieser Tourenvorschlag von Russell nach Cape Reinga führt an der Ostküste der Nordinsel Neuseelands vorbei an karibischen Sandstränden und malerischen Orten.

Lake Taupo und sein tosendes Ende

Mitten im Herzen der Nordinsel Neuseelands liegt der größte See des Landes, der Lake Taupo. Eine Besonderheit liegt im Abfluss des See-Wassers. Das Wasser des Sees fließt in den den Waikato River – dem längsten Fluss Neuseelands. Und damit beginnt das Naturschauspiel.

Liegen die Papiere & Dokumente bereit?

Wie heißt es in einem deutschen Sprichwort so schön: Erst die Pflicht, dann die Kür. Im Falle der Reisevorbereitung stimmt dies sogar. Wir sagen euch, welche Papiere ihr mitnehmen solltet.

5 Seen die ihr auf Neuseeland gesehen haben müsst!

Neuseeland hat unglaublich viele Seen mit unglaublich vielen Farben. Von dunkelbau bis smaragdgrün. Die schönsten Seen haben wir euch hier einmal aufgelistet!

Geheimtipp: Die kälteste Quelle in Neuseeland

Wollt ihr eure Füße oder gar mehr in die kälteste Quelle auf Neuseeland tauchen? Oder den Touristen bei den Pupu-Springs entgehen und trotzdem reinstes Wasser sehen? Dann solltet ihr Te Puna o Riuwaka – Die Quelle des Riuwaka – besuchen.

Rundreise Neuseeland: Zweimal hin, noch mehr drin!

Wir haben uns die Nord- und Südinsel in zwei getrennten Reisen angeschaut. Hier findet unsere Tour auf der Nordinsel – lasst euch inspirieren.

i-Sites – Übersicht und Karte der Nordinsel

Hier geben wir euch eine Übersicht über die iSite-Vertretungen auf der Nordinsel

Te Paki – Sanddünen mitten im Grünen

Auf dem Weg zum Cape Reinga begegnet man dem Schild „Te Paki Great Sand Dunes“. Dünen in der grünen Landschaft? Und wie können wir euch sagen!

13 hilfreiche Apps für euren Neuseeland-Urlaub

Was haben wir früher nur ohne sie gemacht? Straßenkarten gelesen, Spickzettel geschrieben, Notizen in Klarsichthüllen verstaut und jede Menge Papier mit in den Urlaub geschleppt. Heutzutage übernehmen diese Arbeiten viele kleinen Smartphone-Helferlein. Eine Auswahl an praktischen Apps stellen wir euch hier vor.

Tasman Lake – historische Suppe am Mount Cook

Am Lake Tasman wird gefrorene Geschichte zu einer grauen historischen Suppe. Der größer werdende See lädt zu einer Schiffsfahrt ein!

Qual der Wahl: Der richtiger Camper

Im letzten Beitrag hatte ich die Prioritäten festgelegt, wie ein Camper ausgerüstet sein sollte. In den letzten Wochen habe ich mich durch die teilweise sehr guten, aber auch sehr schlechten Angebote von Camper-Verleihfirmen geklickt, gelesen und gestöbert. Die Erkenntnisse sind teilweise erschreckend, besonders die Mietbedingungen bezüglich der „erlaubten“ Straßen.

Im Interview: Philipp, Gründer der Backpacker-App Backpario

Philipp ist Neuseelandreisender und Gründer der App Backpario. Die App unterstützt Backpacker beim Organisieren ihrer Reise. Hier gibt es das ganze Interview.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...