Pancake Rocks – ein Blick in die Erdgeschichte Neuseelands

Die Pancake Rocks liegen an der Westküste der Südinsel ca. 40 km nördlich von Greymouth an der SH 6. Sie bilden den westlichen Abschluss des Paparoa Nationalparks. Dieser ca. 300 km2 große Park wurde 1987 gegründet, um das durch intensive Forstwirtschaft und Bergbau bedrohte Ökosystem der Region zu schützen.
Seinen Charme bezieht der Park aus dem Kalkstein, da dieses Gestein viel schneller verwittert als andere Gesteine. Das führt zu tiefen Tälern, einigen Höhlen und interessanten Felsformationen, wie zum Beispiel den Pfannkuchen Felsen.

Blick in die Erdgeschichte

Pancake Rocks im Paparoa Nationalpark

Pancake Rocks im Paparoa Nationalpark

Vor 35 Millionen Jahren lagen an der Stelle der heutigen Pancake Rocks nur flache Inseln im Wasser. Dort tummelten sich verschiedenste Kleinstlebewesen, deren Schalen und Skelette nach ihrem Tod auf den Boden sanken und Schichten aus Kalk bildeten.

Durch das langsame Absenken des Meeresbodens blieben die guten Lebensbedingungen lange Zeit erhalten. Immer neue Generationen von Meeresbewohnern sorgten mit ihrem Tod für ein beständiges Wachstum der Kalkschichten, die sich mit Sand und Schlamm vermischten.
Im Laufe der Zeit wurden diese Schichten mit anderen Sedimenten bedeckt. Der dadurch ausgeübte Druck löste Kalzit aus, welcher zusammen mit Ton und Sand wiederum dünne Schichten im Kalk bildete.

Vor wenigen Millionen Jahren hob sich nun der Meeresboden wieder. Durch Wind und Wellen erodierte diese Kalzit-Sand-Ton-Schichten – zurück blieb der Kalkstein. So entsteht der Eindruck von flachen, übereinanderliegenden Pfannkuchen.

Heute

Die Pancake Rocks liegen direkt an der SH 6, der quasi einzigen Straße in Nord-Süd-Richtung. Ihr könnt die Pencakes auf einem einfachen Rundweg von ca. 30 Minuten Dauer erkunden.
Unser Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch ist bei auflaufendem Wasser und Wind aus westlicher Richtung. Dann wird das Wasser der tasmanischen See durch die Blowholes gedrückt.

Foto-Galerie zu den Pancake Rocks

 

Wenn dir der Beitrag gefällt, teile ihn mit deiner Welt:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.