Rundreise: In 18 Tagen um die neuseeländische Nord- und Südinsel

von | Nordinsel, Reisevorbereitungen, Südinsel

Ja ihr habt richtig gelesen, in 18 Tagen um die Nord- und Südinsel – also in weniger als drei Wochen. Als diese Anfrage bei uns eintraf, mussten wir erst einmal kräftig schlucken. Drei Wochen für eine Insel sind schon eine sehr knapp bemessene Zeit. Jetzt also noch weniger Zeit, mit noch mehr Umfang. Bei der Planung der Rundreisen ist es so bereits schwer genug, Dinge außen vorzulassen. Somit haben wir uns bei dieser Planung auf einige (wenige) Highlights konzentriert:

Nordinsel: Auckland – Coromandel – Rotorua – Wellington

Südinsel: Abel Tasman Park – Westküste – Mount Cook – Christchurch

Alternativ: Kaikoura – Christchurch – Arthur’s Pass – Mount Cook – Akaroa

Wie gewohnt findet ihr die Rundreise übersichtlich in Tagesabschnitten aufgeführt – die Excel-Datei gibt es am Ende des Beitrags. Diese könnt ihr einfach downloaden und dann nach Belieben anpassen oder ändern. Über Google Maps könnt ihr euch die Fahrstrecke direkt anschauen.

Tag 1 – Ankunft

Ankuft in Auckland – Flughafen
Juppie gelandet und endlich am Ziel. Jetzt erst einmal richtig ausschlafen und erholen.

Auckland - City of Sails

Auckland – City of Sails

Tag 2 – Auckland

Zwischenstopp: keinen
Fahrleistung: 0 km

Nach einem guten Frühstück im Hotel, B&B, Hostel oder Motel geht es in die pulsierende Millionenmetropole Auckland. Ein Tag Sightseeing ist angesagt. Highlights sind: Queen Street, Sky Tower, Quay Street und die gesamte Waterfront bis zur Harbour Bridge // oder man wandert genau die entgegengesetzte Richtung zum Mount Eden, einem erloschenen Vulkan mit einer grandiosen Aussicht auf Auckland.gs.

Tag 3 – Auckland

Zwischenstopp: keinen
Fahrleistung: 0 km

Vor Auckland liegen einige Inseln und eine Halbinsel. Auf dieser befindet sich der Stadteil Devonport. Vom Fährterminal in Auckland City ist Devonport leicht zu erreichen. Als Tagesausflug bietet sich außerdem die Besichtigung von Rangitoto an. Ein alter und inaktiver Vulkan, den man bis oben besteigen kann. Wer weniger gut zu Fuß ist, kann sich auch hoch- und runter kutschieren lassen. Von der Aussichtsplattform hat man eine hervorragende Sicht auf die Skyline von Auckland.

Blick von Rangitoto auf den Hauraki Golf

Blick von Rangitoto auf den Hauraki Golf

Tag 4 – Auckland – Coromandel

Zwischenstopp: wo man möchte
Fahrleistung: 180 km

Von Auckland aus immer am Wasser entlang – Richtung Süden auf der SH3 und bei Papakura Richtung Clevedon, der Straße bis zur SH25 folgen. Dann geht es wieder aufwärts – auf der Coromandel Peninsula. Ziel für den heutigen Tag ist das Dörfchen Coromandel oder 80 km weiter die Hot Water Beach. Vor Ort können noch kleine Wanderungen und Erkundungen unternommen werden.

Tag 5 – Coromandel – Rotorua

Zwischenstopp: Matata oder Wairere Falls
Fahrleistung: 255 km

Ab zur ursprünglichen Erde – ab nach Rotorua, der Stadt, die nach faulen Eiern stinkt. Der Weg führt über die SH 25 > SH2 und SH29. Wer sich jetzt noch Matamata anschauen möchte, fährt die SH24 nach Hobbingen. Später geht es dann wieder den gleichen Weg und die SH5 zurück um in Rotorua anzukommen. Alternativ kann der höchste Wasserfall der Nordinsel besichtigt werden – die Wairere Falls. Für die gesamte Wanderung müssen jedoch 3-4 Stunden eingeplant werden.

alles echt, bis auf die Höhlen, das Innenleben wurde in Wellington gedreht.

alles echt, bis auf die Höhlen, das Innenleben wurde in Wellington gedreht.

Tag 6 – Rotorua

Zwischenstopp:
Fahrleistung: 0 km

Wo auf der Welt hat man schon die Chance dem innersten der Erde so nah zu sein. Somit heißt es heute Rotorua und Umgebung erkunden. Es gibt einige große und kleine Parks (kostenfrei und kostenpflichtig), in denen es raucht, zischt, stinkt und blubbert. Jeder ist ein Besucht wert. Bekannt (und von Touristen überbevölkert) ist [→ Te Puia

Tag 7 – Rotorua – Taupo

Zwischenstopp: Wai-o-Tapu // Huka Falls
Fahrleistung: 85 km

Zwischen Rotorua und Lake Taupo liegen einige Geothermalgebiete. Das wohl bekannteste ist Wai-o-Tapu und es ist sicher einen Besuch wert. Alternativ und nicht minder interessant ist das Volcanic Valley. Nach den Geothermalen Höhepunkten geht es weiter zu den Huka Falls und dem Lake Taupo. Dort endet der Tag mit einer wunderschönen Aussicht auf den See und den dahinterliegenden Vulkanen des Tongariro National Parks.

Champagne Pools im Wai-O-Tapu Thermal Park

Champagne Pools im Wai-O-Tapu Thermal Park

Tag 8 – Taupo – Napier

Zwischenstopp: Tongariro National Park
Fahrleistung: 141 km

Auf zur Art-Deco Stadt Napier – vorbei am Tongariro National Park (SH1). Wanderung gefällig? Es gibt genügend Möglichkeiten für [→ kurze und lange Wanderungen im Park – es muss nicht immer der Tongariro Alpine Crossing sein. In Napier angekommen lohnt sich eine Wanderung durch die Stadt.

Tag 9 – Napier – Wellington

Zwischenstopp:
Fahrleistung: 322 km

Heute werden Kilometer gemacht – es geht gen Süden, auf zur Hauptstadt Neuseelands, auf nach Wellington.

Tag 10 – Wellington

Zwischenstopp:
Fahrleistung: 0 km

Sightseeing in Wellington – packt alles rein, was an einem Tag möglich ist: Regierungsviertel, Waterfront, Cable-Car, Te Papa Museum, Zealandia, Botanischer Garten

Tag 11 – Wellington – Nelson

Zwischenstopp: Havelock
Fahrleistung: 134 km

Rauf auf die Fähre und rüber zur Südinsel. Um vom Tag so viel wie möglich zu haben, ist es am besten die erste Fähre zu buchen. Nach ca. 3 – 3,5 Stunden erreicht das Schiff Picton. Raus aus dem Schiff und rauf auf die Straße Richtung Nelson. Unterwegs unbedingt in Havelock halten und im Restaurant „The Mussel Pot“ Green Lipped Mussels essen.

Green Lipped Mussels dazu ein Chardonnay

Green Lipped Mussels dazu ein Chardonnay – der Himmel auf Erden

Tag 12 – Nelson

Zwischenstopp:
Fahrleistung: 0 km

Heute steht ein Tagesausflug in den Abel Tasman National Park an, z.B. mit [→ Wilsons.s.

Tag 13 – Nelson – Westport

Zwischenstopp: Nelson Lake National Park
Fahrleistung: 222 km

Heute steht eine längere Fahrstrecke auf dem Programm – vom Norden der Südinsel in Richtung rauhen Westen. Wenn genügend Zeit besteht, dann solltet ihr auf diesem Weg die Nelson Lakes Rotoiti und Rotoroa besuchen. Vorsicht – dort sind extrem viele Sandflies. Am Lake Rotoiti könnt ihr eine schöne Wanderung durchführen oder einfach nur ins kühle Nass springen.

Tag 14 – Wesport – Franz Josef Gletscher

Zwischenstopp: Pancake Rocks, Hokitika
Fahrleistung: 273 km

Ein Tag der Highlights – von Westport vorbei an den Pancake Rocks hin zur neuseeländischen Jade in Hokitika bis zum Franz Josef Gletscher. Vor Ort bis zur Gletscherzunge wandern. Sollte dann noch Zeit übrig sein – was ich sehr bezweifle – könnt ihr weiter zum Fox Gletscher fahren oder zum Lake Matheson. Bei klarem Wetter und Windstille spiegelt sich im Wasser ein fantastisches Panorama.

Pancake Rocks im Paparoa Nationalpark

Pancake Rocks im Paparoa Nationalpark

Tag 15 – Franz Josef Gletscher – Wanaka

Zwischenstopp: eine Menge
Fahrleistung: 286 km

Nun heißt es der Westküste auf Wiedersehen sagen – über den wunderschönen Haast Pass geht es ins Landesinnere nach Wanaka. Auf der Passstraße liegen einige Wanderungen am Wegesrand, die ihr in jedem Fall alle mitnehmen solltet. Sollte euch in Wanaka schlechtes Wetter begrüßen, dann könnt ihr [→ Puzzling World Wanaka besuchen. Bei gutem Wetter gibt es in Wanaka eine ganze Menge Attraktionen. Wandermöglichkeiten sind in Hülle und Fülle vorhanden.

Lake Wanaka mit dem Dorf Wanaka und der Umgebung

Lake Wanaka, Dorf Wanaka und linksim Bild der Parkplatz. Hoch gehts

Tag 16 – Wanaka – Mount Cook

Zwischenstopp: Lindis Pass
Fahrleistung: 200 km

Entweder ihr nutzt den Vormittag noch für eine Wanderung in und um Wanaka oder ihr fahrt direkt Richtung Mount Cook. Über den sehr fotogenen Lindis Pass kommt ihr zum Lake Pukaki. Diesen See könnt ihr nicht verpassen – er steht voller Touristen. Diese lasst ihr aber hinter euch, wenn ihr hoch zum Mount Cook fahrt. Im Mount Cook Village angekommen, könnt ihr ggfs. noch eine Bootsfahrt auf dem Tasman Lake machen.

Der Lindis Pass auf Neuseeland

Oben auf dem Bergsattel des Lindis Passes angekommen

Tag 17 – Mount Cook – Christchurch

Zwischenstopp: Lake Tekapo
Fahrleistung: 324 km

Der Tag mit den meist zu fahrenden Kilometern. Doch vorher empfehlen wir eine Wanderung: den Hooker Valley Track, einfach zu laufen mit einem fantastischen Blick auf Mount Cook (nur bei gutem Wetter). Nach der Wanderung geht die Fahrt los – ein Zwischenstopp ist sicherlich Lake Tekapo – danach könnt ihr Gas geben.

Der Weg zu Mount Cook

Der lange Weg ins Herz der Southern Alps

Tag 18 – Christchurch – Christchurch

Zwischenstopp:
Fahrleistung: 0 km

Nach den doch sehr anstrengenden Tagen könnt ihr heute entspannt die Stadt besichtigen – Christchurch ist zwar immer noch im Wiederaufbau ein Besuch lohnt sich allemal – vor allem der botanische Garten.

Alternative Reiseroute ab Tag 11 der Überfahrt von der Nordinsel zur Südinsel:

Tag 11 – Wellington – Kaikoura

Zwischenstopp: Picton / Havelock
Fahrleistung: 156 km

Rauf auf die Fähre und rüber zur Südinsel. Um vom Tag so viel wie möglich zu haben, ist es am besten die erste Fähre zu buchen. Nach ca. 3 – 3,5 Stunden erreicht das Schiff Picton. Raus aus dem Schiff und rauf auf die Straße Richtung Kaikoura. Wer noch einen kleinen Abstecher nach Havelock machen möchte- der wird mit den leckersten Green Lipped Mussels in „The Mussel Pot“ belohnt.

Tag 12 – Kaikoura – Christchurch

Zwischenstopp:
Fahrleistung: 181 km

Mit dem ersten Schiff die Wale beobachten – mit etwas Glück sind dann noch keine Reisebusse vor Ort. Danach mit dem Wagen auf die Peninsula fahren und vielleicht die ein oder andere Robbe beobachten. Mit einer kurzen sportlichen Betätigung kann man hoch auf die Klippen laufen – bei klarem Wetter hat man eine fantastische Sicht auf das Umland. Danach geht es weiter Richtung Christchurch.

Tag 13 – Christchurch – Christchurch

Zwischenstopp: Westport
Fahrleistung: 0 km

Ein relaxter Tag steht an. Mit dem TranzAlpine Zug über den Arthur’s Pass hin und zurück fahren. Die Aussichten sind fantastisch! Am höchsten Punkt (Arthurs Pass Village) und am Ende (Westport) wird ein kurzer Stop eingelegt.

Start des TranzAlpine in Christchurch

Start des TranzAlpine in Christchurch

Tag 14 – Christchurch – Mount Cook

Zwischenstopp: Lake Tekapo, Lake Pukaki
Fahrleistung: 330 km

Auf zur höchsten Erhebung Neuseelands – auf zum Mount Cook – vorbei an Lake Tekapo, der Sternenwarte und der „Church of the good shepherd“ sowie dem Lake Pukaki. Sollte noch genügend Zeit vorhanden sein, kann am späten Nachmittag noch eine Fahrt auf dem Tasman Lake gemacht werden.

Lake Tekapo Blick

Lake Tekapo mit dem Blick in Richtung Mount Cock National Park

Tag 15 – Mount Cook – Moeraki

Zwischenstopp: Oamaru
Fahrleistung: 240 km

Die Wanderung Hooker Valley Track lohnt sich allemal. Dafür müsst ihr jedoch 3 Stunden einkalkulieren (Hin- und zurück). Doch dafür werdet ihr mit fantastischen Ausblicken belohnt. Die Wanderung an sich ist nicht schwer – bei viel Sonne solltet ihr genügend Wasser einpacken, es gibt wenig Schatten. Nach der Wanderung fahrt ihr Richtung Moeraki. Sollte noch Zeit übrig sein – Oamaru ist ebenfalls ein kurzer Stop wert (vor allem abends könnt ihr die kleinsten Pinguine der Welt beobachten).

Mount Cook und Hooker River

Gold-gelbe Stimmung auf dem Weg zum Hooker Lake – Mount Cook immer fest im Blick

Tag 16 – Moeraki – Akaroa

Zwischenstopp:
Fahrleistung: 342 km

Die schönsten Rundungen Neuseelands – ein Blick auf die Moeraki Boulders lohnt sich allemal. Wer dann noch Robben und Yellow Eyed Penguins sehe möchte, fährt ein Stückchen weiter zum Katiki Point Lighthouse. Von da aus gibt es zwei kurze Wanderungen zu den Tieren. Danach steht eine lange Fahrstrecke Richtung Akaroa an. Bei gutem Wetter solltet ihr auf jeden Fall die Scenic Road nehmen. Von dort habt ihr einen tollen Überblick über die Peninsula.

Kiwi und Schaf auf einem Moeraki Boulder.

Auch Kiwi und Schaf fühlen sich auf den runden Kugeln wohl und genießen die Aussicht.

Tag 17 – Akaroa – Christchurch

Zwischenstopp:
Fahrleistung: 81 km

Noch ein kleines aber sehr feines Highlight zum Schluss – die Pensinsula Akaroa. Dort könnt ihr eure Seele baumeln lassen, entschleunigen, gut essen und shoppen. Wer noch einmal pazifische Seeluft schnuppern möchte, steigt auf ein Boot und begegnet dabei den kleinsten Delphinen der Welt – den Hector Delphinen. So entspannt kann man den Urlaub auf Neuseeland beenden. [→ Beitrag zu Akaroa

Ausblick auf Akaroa

Ausblick auf die Banks Peninsula – mit einer langen (relativ) weißen Wolke – ganz Aotearoa!

Tag 18 – Christchurch

Zwischenstopp:
Fahrleistung: 0 km

Der letzte Tag ist für Christchurch reserviert. Der Wiederaufbau ist im vollen Gange und zu sehen gibt es dort genug.

Tag 19 – Ende

Zwischenstopp:
Fahrleistung: 0 km

Der Tag des Rück- oder Weiterflugs. That’s all folks!

Die gesamte Strecke gibt es hier als Excel-Datei zum Download.

Was sagt ihr? Gefällt euch diese Route oder habt ihr Verbesserungsvorschläge? Schreibt uns eure Meinung, gerne als Kommentar!

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