Silica Rapids Walk im Tongariro National Park

von Nordinsel

Der Tongariro National Park besitzt einen Fundus von unterschiedlichen Wanderwegen. Hoch hinauf und  zwischen den Vulkanen wandern beim Tongariro Alpine Crossing, gemächlich über alte Lavazungen spazieren, kombiniert mit einem großartigen Panorama beim Tama Lake Walks oder, wie in diesem Fall, wandern durch wunderbare Natur entlang des schimmernden Whakapapanui Flusses.

Der Silica Rapdis Walk ist ein knapp 7 km langer recht einfach zu gehender Rundwanderweg im Tongariro National Park. Er startet ca. 250 Meter oberhalb des Besucherzentrums im Whakapapa Dorf. Das besondere an diesem Weg ist der Fluss bzw. das Flussbett. Mineralien verleihen dem Wasser verschiedene Farbtöne. Wie bei den Wanderungen üblich ist die Natur nicht nur schmuckes Beiwerk, sondern sehr sehenswert.

Der Ausblick auf der Wanderung ist mal wieder toll – wenn die Wolken den Mount Ruapehu nicht verdecken würden…

Der Weg

Zuerst überquert man den Whakapapanui Fluss um den Weg durch einen wunderbaren Buchenwald zu folgen. Nach einiger Zeit kreuzt ein sprudelnder Bach den Weg. Ein Blick auf das Wasser und man bleibt verblüfft stehen. Es glänzt rot-gold. Doch bei genauerem Hinsehen ist das Wasser so klar wie kalt. Das Flussbett jedoch ist rot und verleiht dem Wasser die Farbe. Hier haben sich Eisenoxide ab- und angelagert. Diese geben dem Flussbett die intensive Farbe.

Mit einem mal endet der Wald und der Weg verläuft über einen hölzernen Steg durch ein Sumpfgebiet. In den vielen Sickerteichen am Wegesrand leben Süßwasserkrebse (kōura) – nicht das wir welche gesehen hätten… Durch den niedrigen Bewuchs von Farnen, Gräsern und vielen anderen immergrünen Pflanzen, ist der Blick frei zum Mount Ruapehu. Dadurch ergeben sich natürlich tolle Fotomotive. Der Weg steigt gemächlich an und der Wald heißt einen erneut willkommen. Nach kurzer Zeit verlässt man den dichten Teil des Weges erneut und läuft nun parallel zum Fluss durch eine schöne offene Landschaft, mit vielen blühenden alpinen Gewächsen, wie Berggänseblümchen und Hasenglocken.

Es geht gemütlich aufwärts. Das Flüsschen ist dabei der ständige Begleiter – mal schnellfließend im engen Flussbett, mal glucksend und tänzelnd auf breiterem Untergrund. Auch bei dieser Wanderung hat das DOC (Department of Conservation) ganze Arbeit geleistet: Die Wege sind stabil, trittsicher und sehr schön angelegt.

Eine wahre Farbenpracht, die der Vulkanboden so preis gibt.

Die Silica Rapdis (Silicium-Stromschnellen)

Weiter oben, ein paar Holzstufen führen zum Aussichtspunkt, weitet sich das Bachbett und bildet mehrere flachen Terrassen. Die cremeweißen Ablagerungen auf dem Stein geben dem Weg seinen Namen, die Silica-Stromschnellen. Das Wasser tritt ein Stück weiter oberhalb der Lavafelsen aus und ist dabei reich an Aluminium und Silikatmineralien. In Verbindung mit dem Sauerstoff lagern sich die Aluminosilikate auf dem Untergrund des Baches ab. Diese färben den Stein cremeweiß. Untermalt wird dieses harmonische Bild von kleinen Wasserfällen, die den Fluss von links und rechts speisen. Schaut man nun den Bachlauf hinunter, sieht man die verschiedenen Farben auf einmal, weiß, gold-gelb und rot. Eine schöne Aussicht!

Von rot zu cremeweiß – innerhalb von wenigen Metern. Ein lohnenswerter Weg.

Der Rückweg

Der Rundwanderweg knickt nun nach links ab und würde später auf die Straße führen. Das letzte Teilstück läuft man somit auf der Straße zurück zum Dorf. Da neuseeländische Straße in den meisten Fällen keinen Gehweg haben, ist der Rückweg somit weniger attraktiv. Da dies nicht so unser Ding ist, gingen wir den gleichen Weg zurück. Die neue Perspektive sorgte dafür, dass der Rückweg nicht langweilig war.

Unser Fazit

Die 7 km und ca. 2,5 Stunden haben sich durchaus gelohnt. Als kleiner Wander-Snack für zwischendurch ist der Silicia Rapid Walk durchaus zu empfehlen. Vor allem für Familien mit Kindern ist das ein interessanter Weg.

[→ Infos zum Silica Rapids Walk vom DOC 

[→ Und das sagt TripAdivsor zur Wanderung

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