Wie heißt Sicherung auf Kiwi? – No Problem!

Auf beiden Reisen hatte wir bisher Glück. Keine Panne hat uns aufgehalten. Nur einmal hatten wir ein kleines … Problem!?

„Problem!?“

Müde und abgekämpft trafen wir auf dem TOP 10 Holiday Park in Westport ein. Trotz unseres späten Eintreffens wurden wir nett willkommen geheißen. Auf dem Campingplatz war wenig los, so dass wir uns einen Stellplatz auf der Strandseite aussuchen konnten. Schnell den Camper geparkt, die Gasflasche aufgedreht und das Stromkabel hervorgeholt und angeschlossen.

„Klack“

Statt des erhofften Stroms machte es nur „Klack“ und wir waren völlig stromlos, denn die Sicherung war herausgesprungen. Okay, vielleicht überlastet, also alle Lichter ausschalten und die Sicherung umlegen – wieder „Klack“. Okay, vielleicht ein Kurzschluss in der Steckdose draußen. Also schnell den Stecker in die Dose des Nachbarstellplatzes … „Klack“.

Sicherung - ein kleines Teil mit großer Wirkung!

Wenn die Sicherung immer wieder rausspringt …

Sicherung = Fuse

Was tun? Ich sah uns schon auf dem Weg in eine neuseeländische Autowerkstatt, Tage auf irgendwelche Ersatzteile wartend. Wo war die Bedienungsanleitung? Allerdings ergaben sich hier keine Hinweise auf technisches oder menschliches Fehlverhalten. Steht da die Telefonnummer, die man bei Pannen anrufen soll? Wie sage ich am Telefon, dass hier ständig die Sicherung herausspringt? Was heißt Sicherung auf englisch? Irgendwo hatte ich doch das kleine Wörterbuch hingelegt!

„No problem!“

Auf die nächstliegende Hilfe sind wir aber erst nach gefühlten 40 Minuten gekommen. Fragen wir doch mal an der Rezeption! Bewaffnet mit dem Wörterbuch betraten wir dann den kleinen Raum. Hinter der Theke blickte uns erwartungsvoll die Platzwartin an.
„We’ve a bit of a problem!“
„No, there’s no problem!“
„A problem with a fuse …“
„There’s no problem!“
Nach einigem Hin und Her hatten wir wirklich kein Problem. Mit unserem alten Camper standen wir an einem „neuen“ Stromanschluss, der nicht kompatibel zur Elektrik des Campers war. Wir parkten zehn Meter weiter, schlossen das Stromkabel an und hatten Strom!

Typisch? Typisch!

Ist das nun typisch deutsch, zuerst das Problem zu sehen? Ist es typisch neuseeländisch, es locker zu sehen? Wahrscheinlich stimmt beides: Deutsches Problembewußtsein trifft neuseeländische Lösung – und die gefällt uns wesentlich besser!

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