Kriminalität in Neuseeland

Am 26.12.2013 wurde ein deutsches Touristenpaar – 18 und 19 Jahre alt – von fünf Angreifern krankenhausreif geschlagen. Die beiden hatten ihr Zelt in Whakatane an der Bay of Plenty auf öffentlichem Grund im Ort aufgeschlagen. Die fünf Angreifer schlugen wahrscheinlich mit Baseball-Schlägern zu. Der Mann verlor Vorderzähne, erlitt Schnittwunden und Prellungen. Der Frau wurde ein Arm gebrochen. Sie konnten sich zu einem Haus in der Nähe flüchten. Zur Zeit werden sie noch im Krankenhaus vor Ort behandelt.

Die Angreifer durchsuchten das Auto und das Zelt, flüchteten jedoch beim Eintreffen der Polizei. Vier von ihnen – Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahre – konnten kurz darauf gestellt werden. Nach einer  fünften Person wird noch gesucht (Quellen: Artikel des New Zealand Herald, E2NZ.ORG). Zeitgleich wurde ein wahrscheinlich deutsches Ehepaar in Invercargill ausgeraubt.

Neuseeland – Gefährlich für Touristen? Kriminalität im Paradies?

Auch wenn die Natur noch so schön ist, die Einheimischen nett und freundlich sind und man sich sicher fühlt – Neuseeland hat ähnliche Probleme mit Kriminalität, jugendlichen Gangs, Einbruch, Diebstahl und so fort – auch gegen Touristen – wie andere Länder auch.

Die Bilder, die uns die Unberührtheit des Landes in der Marketing-Kampagne 100% Pure New Zealand zeigen, dürfen einen nicht vergessen lassen, dass es nicht nur nette und freundliche „locals“ gibt. Natürlich sind Touristen – in jedem Lande der Welt – ein beliebtes und manchmal auch leichtsinniges Opfer. Darum solltet ihr einige Sicherheitshinweise dringend beachten:

  • Auch wenn es billig ist: Das Freedom Camping kann gefährlich sein, wenn man sich alleine an einem Ort befindet. Fragt andere Touristen, ob sie in eurer Nähe übernachten wollen. Schaut euch die Gegend an, in der ihr übernachten wollt.
  • Fühlt ihr euch sicher? Wenn nicht, zieht weiter!
  • Informiert euch, wie und wo ihr im Ernstfall Hilfe finden könnt.
  • Schlagt euer Zelt auf gemanagten Campingplätzen des DOC auf (unser Artikel zum Thema Campingplätze). Auch wenn es ein paar Dollar kostet – ein Krankenhausaufenthalt kommt teurer.
  • Lasst keine Wertgegenstände im Wagen zurück.
  • Wenn ihr ein Wohnmobil mieten möchtet, sucht euch eins mit einem Safe aus. Der verhindert zumindest einen schnell Zugriff auf die Wertgegenstände.
  • Macht Kopien von euren Reisepässen und weiteren offiziellen Dokumenten – macht die Wiederbeschaffung deutlich einfacher (siehe auch unseren Beitrag zum Thema Dokumente und Papiere)

Weitere Informationen findet ihr im Safety Guide der neuseeländischen Polizei (auf deutsch).

Neuseeland ist nicht sicherer oder unsicherer als andere europäische Reiseländer. Wenn ihr euch der möglichen Gefahren bewusst seid und entsprechend überlegt handelt, steht einem unbeschwerten Aufenthalt nichts im Wege!

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2 Comments on “Kriminalität in Neuseeland

  1. Wir haben unsere Wertsachen (Tickets zur Weiterreise, Pässe, Bankkarten, Bargeld in anderer Währung usw) immer bei der Campervanfirma in den Tresor gelegt. Auf Rückfrage haben das alle Firmen für uns gemacht. Auch unnötigen Ballast (Winterjacken usw) haben wir dort gelagert.

    LG
    Katja

    • Hallo Katja,
      danke für deinen Hinweis. Bisher hat uns noch kein Verleiher auf diese Möglichkeit hingewiesen. Ein guter Tipp!!

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