Gravel Road or State Highway?

Schon mal auf einer Schotterpiste mit einem 3 Tonnen schweren und 7 Meter langen Campervan unterwegs gewesen? Nein? Dann auf nach NZ!

Gravel Road

Gravel Road (Schotterpiste) am East Cape

Da verwandelt sich die bisher geteerte Straße in eine Schotterpiste (gravel road).

Da verwandelt sich der bisher geteerte State Highway plötzlich in eine Schotterpiste. Das Navi empfiehlt die Weiterfahrt. Oder du hast gar keine andere Wahl!
Also kein Zögern!

Der lose Untergrund gerade am linken(!) Rand und die ausgefahrenen Spurrillen verlangen nach beiden Händen am Steuer und langsamer Fahrt. Der Bremsweg kann lang werden.

Auf der Gravel Road links im Bild kam uns mit gefühlten 100 km/h eine ältere Dame in einem noch älterem Auto entgegen und zog ohne mit der Wimper zu zucken (nicht, dass wir das bei der Geschwindigkeit wirklich gesehen hätten) an uns gaaaannnnzzz knapp vorbei.
Einfach die Ruhe bewahren und nur keine hektischen Ausweichmanöver!

Bei Regen verwandeln sich die Gravel Roads allerdings rasch in rutschige Schlammpisten. Darum lieber einen Umweg fahren, als mit dem Camper im Straßengraben landen.

Einige Gravel Roads oder sogar alle sind für Campervans / Mietwagen gesperrt. Erkundige dich beim Vermieter, welche Roads nicht befahren werden dürfen.

Tipps

  • Bevor du auf eine Gravel Road einbiegst, prüfe, ob alle Fenster, Dachluken und sonstige Öffnungen am Camper geschlossen sind. Sonst weht der Staub der Straße sofort durch den ganzen Camper.
  • Lass genügend Abstand zum Fahrzeug vor dir. Dann hat sich der aufgewirbelte Staub bereits wieder verzogen und du hast bessere Sicht.
  • Schalte das Licht ein, dann wirst du auch im Staub früher gesehen.
  • Du solltest genau die Straße vor dir beobachten: Wo sind Schlaglöcher? Wo neigt sich die Piste in der Kurve?
Zwischen Meer und Berg zum East Cape

Auf dem Weg zum East Cape auf der Nordinsel windet sich die Straße mal geteert, mal geschottert durch die wunderschöne Landschaft,

Aber keine Angst, wenn du nicht willst, dann bleibe auf den geteerten Straßen – allerdings entgehen dir einige schöne Strecken und Ziel. Der Weg zum East Cape auf der Nordinsel zum Beispiel windet sich mal als geteerte Straße, mal als Schotterpiste durch eine wunderschöne Landschaft.

Einen kurzen Film für eine „überdachte Gravel Road“,  an deren Ende das Naturerlebnis dafür entschädigte, dass ich Angst davor hatte, das Dach des Campers aufzuschlitzen, findest zu hier.

Local Roads

Örtliche Straßen sind meist schmal, dafür aber geteert und gut ausgeschildert. Im Unterschied zu den State Highways werden sie von Städte und Gemeinden gebaut und unterhalten.

State Highways

Gemeinhin würde man State Highway (SH) mit Autobahn übersetzen. Dies weckt aber falsche Assoziationen an gut ausgebaute deutsche Autobahnen. Die SHs in Neuseeland sind von der Breite eher mit unseren Landstraßen zu vergleichen. Gut ausgebaut und vom neuseeländischen Staat unterhalten, auf ihnen kommt man jedoch nicht so schnell voran wie auf deutschen Straßen, denn die SHs verlaufen kurvig bergauf und bergab.

Bis auf … der State Highway 7 bei Culverden führt auf der längsten Gerade im gesamten Netz der State Highways: Erst nach sage und schreibe 13,7 km kommt die nächste Kurve.

SH1N Harbour Bridge Auckland

In und um Auckland gibt einige Autobahnen. Hier der Northern Motorway Richtung Norden (SH 1 N).

In und um Auckland gibt es einige State Highways, die unseren Autobahnen vergleichbar sind. Sehen schlimmer aus, als man sie fahrtechnisch tatsächlich fürchten müsste. Einfach im Verkehr mitschwimmen!

Tipps

  • Bei der Reiseplanung eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 40 km/h selbst auf SHs einplanen.
  • Den Beifahrer bitten, den rückwärtigen und den sich einfädelnden Verkehr mit im Auge zu behalten, denn der kommt manchmal überraschend von links.
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